Leidenschaft BRANDSCHUTZ

Die Seite für Sammler und Feuerwehrbegeisterte

 

Wehren in den Braunkohle-Bergbaubetrieben und Energiewerken

Das Mitteldeutsche Braunkohlerevier

Das Mitteldeutsche Braunkohlerevier war für die Energiegewinnung der DDR neben dem Lausitzer Revier von höchster Bedeutung. Zu diesem zählten der Leipziger Südraum, das Altenburg-Meuselwitzer, Bitterfelder, Zeitz-Weißenfelser, Helmstedter Revier, sowie die Reviere im Salzlandkreis, Geiseltal, in Qschersleben und Röblingen am See. Es gab eine Vielzahl an Brikettfabriken, Energiewerken und Tagebauen welche die benötigte Rohkohle lieferten. Bereits zu DDR Zeiten war die Betriebliche Organisation sehr verworren und von einer häufig wechselnden Zugehörigkeit geprägt. Dies setzte sich auch nach 1990 fort. Zunächst wurden die Tagebaue Espenhain, Breitenfeld, Bockwitz, Cospuden, Witznitz, Süd-West, Holzweißig, Köckern, Gröbern, Golpa und Zwenkau (am längsten noch aktiv, bis 1999) von der MBV weitergeführt oder abgefahren. Mitte der 1990er Jahre war jedoch Schluss. Selbiges traf für die Vielzahl von Brikettfabriken und Kraftwerken (VEAG, LMBV) zu. Heute ist beispielsweise die BKF Neukirchen noch als Industriedenkmal erhalten(ehm. Diskothek "CULT").  Seit 2011 ist ist die BKF Deueben wieder aktiv, hier lässt Rheinbraun wieder Briketts pressen. Aktuell aktive Kraftwerk sind das in Lippendorf, welches das Kraftwerk Thierbach und Lippendorf I & II ersetzt (bereits zurückgebaut). Betrieben wird es durch die Vattenfall Europe Generation AG. Den Brandschutz übernimmt hierfür die VSU WF vom DOW Werk in Böhlen. Sowie die MIBRAG BKW Deuben und Wählitz und weiter das BKW Schkopau der E.ON. Diese werden heute durch die Tagebaue "Vereinigtes Schleenhain" und "Profen", betrieben durch die MIBRAG, sowie der Tagebau "Amsdorf", welcher von der ROMONTA befahren wird, versorgt. Beide Unternehmen halten an Ihren Abbauorten mehrere Standorte der Werkfeuerwehr vor.

Grubenwehr

VE BKK BORNA (mit Espenhain) DDR

Die Werkfeuerwehr der MIBRAG

Chronik

wird schnellstens eingepflegt

Fuhrpark / Ausrüstung


Die Werkfeuerwehr der LEAG

Seit der Umfirmierung 2017 wird nur noch dieses eine, einheitliche Abzeichen getragen. Die Bereiche sind unverändert geblieben.

Vormals Vattenfall Europe; LAUBAG; ESPAG; VEAG

Bereich Leitung der F, zentrale Dienste 

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Bereich FEUERWACHE Mitte

mit HAUPTFEUERWACHE Schwarze Pumpe

mit Tagebau Welzow-Süd

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Bereich FEUERWACHE Jänschwalde

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Bereich FEUERWACHE Boxberg 


Die ehemaligen Werkfeuerwehren der LAUBAG 

Chronik

Die Lausitzer Braunkohle AG wurde im Jahr 1990 als Folgebetrieb des VE BKK (Braunkohlenkombinat) Senftenberg gegründet. Nach der Vereinigung von LBV und MBV zur LBMV, erfolgte im weiteren Verlauf auch die einzelne Standortübernahme durch die LAUBAG. Im Jahr 2002 erfolgte die Umwandlung und Zusammenfassung der LAUBAG, VEAG und weiterer Unternehmen in die Gesellschaft Vattenfall Europe, heute Vattenfall Mining AG. Zur Brandkatastrophe, welche 1978 die Fabrik Impuls zerstörte, VEB 74 finden Sie nachfolgend einen kurzen Bericht. (Informationen zum Einsatz von Walter Stecklina).

Leider sind mir keine weiteren Informationen bekannt, ich bin für jeden weiteren Hinweis dankbar!

Brandkatastrophe im VEB 74, Anno 1978

In der Folge der Ereignisse vom 24. Juni 1978 kam es zur vollständigen Zerstörung der 1876 erbauten Brikettfabrik "Impuls". 102 Jahre nach der Gründung als Brikettfabrik «Friedrich Ernst» sorgte eine Verpuffung für eine jehes Ende. Mit Beginn der Nachtschicht hatte der Genosse Schichtleiter keine Vorkommnisse, aber eine übermäßige Verschmutzung der Fabrik festgestellt. Überall lagen Berge von Rohkohle an den Förderbänden und Briketts im Innenhof der Brikettfabrik. Gegen 23.05 Uhr ereignet sich im Bereich der Röhrentrockner eine Verpuffung. Explosionsartig breitet sich diese auf die Fabrik und die 360 Meter lange Bandbrücke zum Grabenbunker aus. Durch einen Stellwerker des Bahnhofes Senftenberg wurde um 23.08 Uhr das zuständige Betriebsfeuerwehr-Kommando alarmiert. 

Der Wachabteilungsleiter des Kommandos, Genosse Unterleutnant Schöne wurde mit den dramatischen Worten «Die Fabrik brennt im Innern überall" vom Schichtleiter über die Lage informiert. Eine Kumpel wird noch vermisst. Zusätzlich breitet sich der brennende Kohlenstaub über das Betriebsgelände und die Nachbargrundstücke aus und setzt das Dach der Kfz-Werkstatt des VEB Kraftverkehr in Brand. Die Kette setzte sich fort. Weil auch die Bandanlage in Brand steht, weitet sich das Schadfeuer auf das Lagerhallendach des VEB Obst, Gemüse und Speisekartoffeln aus. Dieser Bereich stellten einen der wichtigen Schwerpunkte dar, da es gilt noch zwölf LKW vor der Zerstörung zu bewahren. Durch den tapferen Einsatz der Feuerwehrmänner konnten diese mittels Schaum abgedeckt und vor schaden bewahrt werden. Der vermisste Kumpel wird um 00:42 Uhr außerhalbs seines Arbeitsbereiches durch die Feuerwehr auf dem Kohleboden gefunden. Er hatte Verbrennungen und eine Rauchgasvergiftung. Weiter gab waren sechs Verletzte mit Verbrennungen 2. und 3. Grades zu beklagen. Leider erlagen zwei der Brandopfer den Folgen ihrer schweren Brandverletzungen. Während dessen traf auch das Kommando der Betriebsfeuerwehr VE BKK Senftenberg und die FFw´s der umliegenden Betriebe am Einsatzort ein. Nachdem die Menschenrettung abgeschlossen war, galt die ganze Kraft der Liquidierung des Brandes. In den ersten 50 Minuten nach der Verpuffung erschwerte das ohrenbetäubende Abblasen der Dampfleitung vom BKW Brieske die Kommunikation an der Einsatzstelle erheblich. Nach und nach gelang es den Feuerwehren unter Leitung von Unterleutnant Kutzner, einzelne Brände zu löschen und Objekte wie die Kohleverladung, das Magazinlabor und die Zentrale zu schützen. Das Löschwasser wurde während des ersten Angriffs aus fünf TLF gezogen. Die weitere Versorgung erfolgte zum Teil über lange Wegstrecken bis aus der Bahnhof- und der Spremberger Straße beziehungsweise vom Betriebsfeuerlöschteich. Um 2.30 Uhr waren die Brände in der Fabrik lokalisiert. Die Einsatzleitung der Feuerwehr übergab um 17:30 des Folgetages die Fabrik Impuls an den Leiter des Betriebsfeuerwehr Kommandos. Verbliebene Glutnester mussten noch abgelöscht und Brandwachen gestellt werden. Bei der Bekämpfung dieses Brandes kamen 205 Kräfte mit 30 Fahrzeugen zum Einsatz. 

Die ehemaligen Werk- und Betriebsfeuerwehren der LBV

Standorte: Tagebau Seese-Ost, Tagebau Meuro, BKW Sonne & BKF Sonne I & II,     BKF Meurostollen

Chronik

Die Lausitzer Bergbauverwaltungs mbh ging aus der Treuhand hervor und bestand parallel  zur MBV (Mitteldeutsche Bergbauverwaltungs mbH). 1995 wurden beide zur LMBV vereinigt. Den Ursprung hatte diese ebenso wie die LAUBAG im VE BKK Senftenberg und dem VEB BKK Stammbetrieb. Folgende Standorte wurden betrieben:

Der Tagebau Seese-Ost förderte bis 1996 54,9 Mio Tonnen Rohkohle.

Der Tagebau Meuro förderte bis 1999 330 Mio Tonnen Rohkohle

Die Werkfeuerwehr der Brikettfabrik Sonne II, zuständig für die BKF Sonne I und das Braunkohlenkraftwerk Sonne feierte im Jahr 1996 ihr 95 jähriges Jubiläum. Leider das letzte, denn 1996 wurde das Kraftwerk und Sonne II stillgesetzt. Zu diesem Jubiläum pressten die Kumpel eine Typ Rekord Halbstein H 105 Zierkohle , welche die Silhouette der Feuerwache und der BKF II mit ihrem markantem Schornstein trägt. Die Gründung der Wehr erfolgte im Jahr 1901 mit der Betriebsaufnahme der zweiten BKF in Freienhufen, "Eva" der Ilse Bergbau AG. Bedauerlicherweise folgte im Jahr 1997 auch Sonne I, fast auf den Tag genau mit dem 100 jährigen bestehen der Brikettfabrik. Dieses geht auf die Gründung der BKF "Renate" im Jahr 1897 zurück. Mit dem Ende der Brikettherstellung war auch das Ende der Wehr besiegelt.

Die Brikettfabrik Meurostollen(Louise II) wurde 1995 geschlossen.

Fuhrpark / Ausrüstung an den Standorten

Tagebau Seese-Ost

LF 16 TS 8 auf IFA S4000, TLF 16 IFA W 50 ND Bereift, 

TLF 16 IFA W50 Sonderaufbau, ND BereiftDieses wurde 1971 als Einzelstück für die Kommandostelle Kittlitz gefertigt und besaß eine Bromidlöschanlage in der Mannschaftskabine, sowie einen Kofferaufbau, welcher sich stark von anderen unterschied. Das TLF war für eine Besetzung 1:1 ausgelegt und versah bis 1997 seinen Dienst im Tagebau Seese-Ost

Tagebau Meuro

Leider sind mir keine weiteren Informationen bekannt, ich bin für jeden weiteren Hinweis dankbar!

Werkfeuerwehr Brikettfabrik Sonne I & II / BKW Sonne

TLF 28/35-5 auf MB U2150L - nach der Schließung zum hauptamtl. LZ Senftenberg, 

TLF 16 GMK auf IFA W50 ND Bereift, LF 16 TS 8 auf IFA W50, TLF 32 auf TATRA 138 PP5 - heute im Feuerwehrmuseum Welzow zu finden, MTW auf Barkas B1000

Betriebsfeuerwehr Brikettfabrik Meurostollen

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