Leidenschaft BRANDSCHUTZ

Die Seite für Sammler und Feuerwehrbegeisterte

 

BRANDDIREKTION 

des EADS Konzern

Buch ist Bestandteil meiner Sammlung

Hier finden Sie die Ärmelabzeichen der Betriebs- und Werkfeuerwehren welche an den Standorten des EADS Konzern, seiner Vorgänger, bzw. Nachfolgeunternehmen und der angeschlossenen Unternehmen den Brandschutz sicher stellen. Geordnet nach Standorten. Soweit meine Informationen reichen habe ich versucht diese kurz zusammen zu fassen. Zur Unternehmens- und Feuerwehrgeschichte empfehle ich das Buch "EADS Werkfeuerwehren in Deutschland".






WERKFEUERWEHR - Standort Airbus Bremen

Informationen zum Standort

Seit den 1920er Jahren werden im Werk Bremen Flugzeuge gebaut. 1961 vereinigten sich die Weser Flugzeugbau und Focke-Wulf zu den Vereinigten Flugtechnischen Werken (VFW). Die VFW-Fokker zählte 1969 mit 20% Anteil zu den Gründungsmitgliedern der Airbus Industries. VFW wurde 1981 Teil des MBB Konzern(Messerschmidt Bölkow-Blohm). 1989 wurde MBB von der DASA übernommen. Im Werk werden heute zum einen Airbus Tragflächen ausgerüstet und zum anderen Raumfahrtkomponenten gebaut. Teile der ISS und der Ariane 4 wurden hier gebaut. Da der Flugbetrieb über den benachbarten Flughafen Bremen abgewickelt wird, muss die WF nicht für den Flugzeugbrandschutz ausgerüstet sein. Jedoch werden Brandsicherheitswachen beim Betanken und Be- und Entladen der Flugzeuge (wie Beluga) gestellt. Weiterhin übernimmt die WF den Werkrettungsdienst und ist eine von drei WF im Stadtstaat Bremen. Die verschiedenen Ärmelabzeichen spiegeln die Werksgeschichte wider. Bis 2006 wurde das Personal vom Dienstleister ELKO gestellt, 2006-2010 von Wako Nord und seit 2010 von der Securitas Fire Control.

Ausrüstung / Fuhrpark

 HLF 3000, LF 16/12, MZF, RTW, FwA-MZ, 3xFwA Stromgenerator

~

WERKFEUERWEHR - Standort Eurocopter Donauwörth

Informationen zum Standort

Seit 1972 gehörte das Werk in Donauwörth vollständig zur MBB und produzierte Hubschrauber, wie die BO105. 1992 wurden die Hubschrauberbereiche von MBB und der frnz. Aérospatiale in die Eurocopter Deutschland GmbH, eine 100%ige Tochter der EADS ausgegliedert. Heute werden in Donauwörth Hubschrauberteile gefertigt, die Endmontage, Wartung von Kundenmaschinen und Reparaturen, sowie Testflüge mit Prototypen durchgeführt. Für den Brandschutz stehen acht hauptamtliche und ca. 40 nebenberufliche Einsatzkräfte der Werkfeuerwehr zur Verfügung. Hauptaufgabe sind die Brandschutzsicherstellung im Werk und am Außenlandeplatz bei Tests, den Starts und Landungen von Hubschraubern. 

Ausrüstung / Fuhrpark

Der Fuhrpark umfasst fünf Einsatzfahrzeuge für unterschiedliche Verwendungen. 

Löschfahrzeuge Flugfeld-Brandschutz: 

FLF 40/55-500-250PFixMix Rosenbauer auf MB-Actros 1846, Besonderheit midship eingebaute FPN

TroTLF 16/18-200-750P Ziegler auf MB 1017

Reservefahrzeug: TLF 8/16-200 Ziegler auf MB-Unimog 1300, Besonderheit: Haspel mit Rettungsplattform am Heck, Aufnahme für Räumschild an der Front, Sonderaufgabe Schneeräumung 

Löschfahrzeug Gebäudebrandschutz: LF8 Ziegler auf MB 814, Besonderheit 4 CSA

Seit 2011: RTW auf MB Sprinter 515CDI (Bayern RTW3) des Werkärztlichen Dienst 

~

WERKFEUERWEHR - Standort Airbus Immenstaad

Informationen zum Standort

Seit 1954 entwickelte die Dornier Werke GmbH am Standort Immenstaad Flugzeuge. Ab 1985 wurde Dornier von Daimler Benz, später DASA übernommen. Der zivile Flugzeugbau wurde an FAIRCHILD ausgegliedert und der militärische Flugzeugbau, die Raumfahr- und Systemtechnik in den EADS Konzern integriert. Aufgrund dessen dass die Familie Dornier noch Firmenanteile hielt, war auch unter EADS bis 2004 der Firmenname Dornier noch Bestandteil. Heute ist das Werk im Besitz der AIRBUS Defence and Space. In Immenstaad, nahe Friedrichshafen werden Systeme zur Erderkundung und die dazugehörigen Komponenten entwickelt. Das Werksgelände besteht in Form eines Industrieparks, mit 30 weiteren Unternehmen. Auch für diese ist die Werkfeuerwehr zuständig. Eine Herausforderung ist die Aufteilung in zwei Werkteile, getrennt durch die B31. Der überwiegende teil der WF-Mitglieder ist nebenberuflich tätig, nur der Leiter der F, die Leitstellenmitarbeiter und die Gerätewarte sind hauptamtlich. Aufgrund der Nähe zum Bodensee ist auch ein GW-U stationiert, welcher im Gefahrgutzug des Landkreis mit ausrückt. Das SLF-CO² stellt ein weiteres Sonderfahrzeug dar, welches im Besonderen für die Brandbekämpfung in der Satellitenanlage und im IT-Bereich vorgesehen ist.

Ausrüstung / Fuhrpark

KdoW, ELW 1, 2x MTW, 2xKTW (für Werksärztlicher Dienst), GW-T

LF 20/16 Rosenbauer auf MB-Atego - Besonderheit: Frontmonitor

LF 16/12 Ziegler auf MB 1124 AF - Besonderheit 50kN Seilwinde, 150Kg Pulverlöschanlage

 SLF-CO² auf Pkw VW Caddy - Besonderheit: 60Kg CO²

 GW-U Ziegler auf MB 1117

~

WERKFEUERWEHR - Standort AIRBUS Manching

Informationen zum Standort

Anno 1961 verlegte die damalige Messerschmid AG ihr Werk von München-Riem an den Militärischen Flugplatz Manching. Die Gründung der Werkfeuerwehr erfolgte im Jahr 1963. 1968 erfolgte der Unternehmenswandel zur MBB Messerschmitt-Bölkow-Blohm GmbH. In diesem Werk wurde unteranderem die BO105 gebaut. 1989 übernahm die Daimler-Benz Tochter DASA(Deutsche Aerospace Aktiengesellschaft), später DC-Aerospace, welche im Jahr 2000 in den europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS(European Aeronautic Defence and Space Company-Military Air Systems) überging und 2010 in EADS-Cassidian umbenannt wurde. Im Jahr 2008 erfolgte die Verlegung der Entwicklungsabteilung vom Standort Ottobrunn nach Manching. Dies bedeutete einen Ausbauschub und eine Aufstockung der Mitarbeiterzahlen. 2014 erfolgte die letzte Unternehmensumbennenung in Airbus Defence an Space. Zur Zeit kümmern sich ca. 5.500 Mitarbeiter um sämtliche Tätigkeiten rund um bemanntes und unbemanntes militärisches Fluggerät. Unter anderem umfasst das Werkgelände eine ca. 200 Meter lange und 80 Meter breite Halle, in der bis zu 20 Militärflugzeuge gleichzeitig gewartet werden können, sowie zwei Start- und Landebahnen von 3,6 Km(Nordbahn) und 4Km(Südbahn) Länge. Aufgrund der langen Bahnen ist Manching auch Notlandebahn für das NASA SpaceShuttle. Den Hauptschwerpunkt stellt somit der Flugzeugbrandschutz für die ca. 40 hauptamtlichen Mitglieder der WF dar. Weiterhin wird der Werkrettungsdienst übernommen. 

Ausrüstung / Fuhrpark

KdoW, MZF, RTW, KTW, SLF, DLK 23/12, 

HLF 16/18 Ziegler auf MB 814 - Besonderheit Truppkabine

TroTLF 35 Bachert auf MB 2632AK6x6 (Bj.1979) - Besonderheit 2 Monitore Pulver/Schaum, 2 t. Pulver

2x FLF ProtectFire auf Caterpillar - Besonderheit 10.000L Wasser, 1.250L Schaummittel         

Besonderheit: WLF mit AB Hytrans-Fire System (Ldk. Pfaffenhofen)

~

WERKFEUERWEHR - IABG Ottobrunn & BETRIEBSFEUERWEHR - Airbus Ottobrunn

Der Vollständigkeit halber ist auch das Ärmelabzeichen "Werkfeuerwehr Ottobrunn" Bestandteil meiner Sammlung. Jedoch wurde es auf Grund seiner einfachen Art in keinster Weise dieser hochspezialisierten Werkfeuerwehr gerecht. Darum ist es an dieser Stelle auch nicht präsent.

Aufkleber der WF EADS-IABG

Von links nach rechts: Helmaufkleber Inspektionsdienst, kleiner Aufkleber für Helm, großer Farzeugtüraufkleber - alles aus der Zeit WF EADS-IABG bis ca. 2010 

Barett aller Werkfeuerwehrmitglieder

Informationen zum Standort

Dr. Ludwig Bölkow entschied sich 1962 aus verschiedenen Gründen für die Errichtung einer eigenen Betriebsfeuerwehr in seinem Ottobrunner Stammwerk(damals noch Postadresse).  In den folgenden Jahren schloss sich dieser Betriebsfeuerwehr die Firma IABG(Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft mbH) der Betriebsfeuerwehr an. Die Anerkennung zur Werkfeuerwehr Bölkow-Entwicklungen – IABG wurde am 23.12.1966 vollzogen. 1968 wurde aus Bölkow die MBB Messerschmitt-Bölkow-Blohm GmbH. Im Gegensatz zur IABG, welche bis heute eine Werkfeuerwehr betreibt und aus diesem Grund im Abzeichenwinkel auch oben steht, folgten bei MBB mehrere Umbenennungen. 1989 übernahm die Daimler-Benz Tochter DASA(Deutsche Aerospace Aktiengesellschaft) die bereits fusionierte MBB-ERNO. Es erfolgten innerhalb der Daimler AG mehrere Umbennungen, sodass die häufige Ärmelabzeichenänderung kurzzeitig in einem faden "Werkfeuerwehr Ottobrunn" Abzeichen mündete. Im Jahre 2000 kam die Überführung in den europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS(European Aeronautic Defence and Space Company). Seit 2013 ist diese in Airbus Group SE umbenannt. Die EADS-Konzernzentrale wurde an einen anderen Standort verlagert.

Im Jahr 2008 kam es wohl zur gravierendsten Veränderung in der Werkfeuerwehr. Bis dahin zählte der Industriepark, welcher im Gegensatz zum Namen des Standorts überwiegend auf Taufkircher Flur liegt ca. 10.000 Mitarbeiter. Aufgrund des Standortwechsels der Entwicklungsabteilung von Ottobrunn nach Manching reduzierte sich die Mitarbeiterzahl ebenso wie auch das Gefahrenpotenzial. Weitere Einwirkungen von Außen und erhoffte Einsparungen von Finanzmitteln führten dazu dass die Werkfeuerwehr zur Betriebsfeuerwehr herabgestuft wurde. Das auch noch in dem Jahr, welches mit einer umfangreichen und interessanten Reportage über die WF und ihre Sondereinheiten im Feuerwehrmagazin begann. Die Sondereinheiten wurden abgeschafft, die Technik verkauft und Personal entlassen. Bis Dato stellten 36 hauptberufliche Mitarbeiter im 24h Dienst nicht nur den Brandschutz für EADS und IABG, sondern auch für weitere fremdfirmen im Technologiepark sicher. Die Zeit der Betriebsfeuerwehr dauerte jedoch nur wenige Jahre an. Die IABG erkannte nach dem Verlust der Anerkennung welche Vorteile verloren gegangen waren und strebte mit Unterstützung der FF Taufkirchen diese wieder an. Hierzu musste unter erheblichen finanziellen Aufwand die Einsatztechnik neu- und wiederbeschafft werden. Heute führt die IABG wieder eine Werkfeuerwehr mit ca. 20 hauptberuflichen Kräften, der freiwillige Kräfte der Betriebsfeuerwehr Airbus angeschlossen sind(daraus resultuiert die Firmennamensanordnung im aktuellen Abzeichen).

Die WF IABG Ottobrunn ist Mitglied im Kreisfeuerwehrverband München e.V. 

ehemalige Sondereinheiten

Die WF EADS-IABG verfügte über einen Werkrettungsdienst, eine Rettunghundestaffel und die Spezialeinheit Air Operations. Jede Einsatzkräft übte auch eine Sonderaufgabe aus.

Die Air Operations(Abzeichen mit Adler und Brandaxt) wurde in Zusammenarbeit mit der Firma HTM gegründet und verfolgte den Sinn bis zu fünf der elf Hubschrauber der HTM, sofern nicht anderweitig gebunden, für diverse Hilfeleistungen zur Verfügung zu stellen. Sich häufende Anforderungen der luftgestützten Einsatzmittel aus dem In- und Ausland führten dazu dass eine der zur Verfügung stehenden Maschinen als Feuerwehrhubschrauber der WF EADS-IABG kenntlich gemacht wurde. Diese ist die Primärmaschine für alle Anforderungen durch Behörden, Länder oder Staaten, welche ein Einsatzspektrum bietet, das Waldbrandbekämpfung über Swift-Water-Rescue-Verfahren, die Bergrettung mittels Rettungswinde, Notsprengungen von Schneebrettern und Lawinen und die Betreuung von Intensivpatienten ermöglicht. Die Besatzung bestand aus freiwilligen, wie auch hauptamtlichen Mitarbeiter der Werkfeuerwehr EADS-IABG. Die Einsatzkräfte der Air Tactical Group kamen vom D-Dienst, I-Dienst und der Flugleitung, die Einsatzkräfte der Air Support Group bestanden aus Flughelfern der Werkfeuerwehr, Technikern und Bodenpersonal der Fa. HTM. Bei Bedarf konnte auch auf Unterstützung durch die Firma Eurocopter gebaut werden. Organisatorisch waren alle Kräfte in der Abteilung Air Operations der WF zusammengefasst. Es erfüllt mich persönlich mit Stolz ein Abzeichen dieser Spezialeinheit in meiner Sammlung aufzubewahren.

Fuhrpark

KdoW, ELW, DLK 23/12, LF 8/6, TLF 16/24, HLF 24, KlaF, First Responder Fzg., RTW, PKW 


~

aufgelöste Feuerwehren ~

BETRIEBSFEUERWEHR - Standort Cassidian Unterschleissheim

† 2014

Informationen zum Standort

Von 2003 bis Januar 2014 entwickelte und produzierte der EADS Konzern in Unterschleissheim Elektronikbauteile und -Systeme für den gesamten EADS Konzern. Bis September 2010 firmierte man unter dem Firmenname EADS Defence&Security, ab dann unter Cassidian(Kunstwort Helm&Meridian). 2012 wurde der Geschäftsbereich am Standort erweitert und weitere Konzernteile hier angesiedelt. Die Zentrale verlagerte sich von Ottobrunn nach Unterschleissheim. Einhergehend mit umfangreichen Umstrukturierungsmaßnahmen durch einen neuen Konzernchef wurde Cassidian zum 01.01.2014 in die AIRBUS Defence&Space überführt und der Standort Unterschleissheim geschlossen. Die Firmenzentrale wurde wieder nach Ottobrunn verlagert. Die Betriebsfeuerwehr umfasste bis zu ihrer Auflösung 35 nebenberufliche Einsatzkräfte, einen hauptberuflichen Leiter und einen ebenso hauptberuflichen Gerätewart. Die Hauptaufgaben waren der Gebäudebrandschutz, die Bekämpfung kleinerer Gefahrguthavarien und die betriebliche Erste-Hilfe Leistung.

Ausrüstung / Fuhrpark 

MZF, KTW 

LF 8 Bachert auf MB 814 (Bj. 1986) - Besonderheit: 4 CSA, Mineralölpumpe, HDL Minimax 250