Leidenschaft BRANDSCHUTZ

Die Seite für Sammler und Feuerwehrbegeisterte

 

Öffentlicher Brand- 

und Katastrophenschutz 

in Sachsen-Anhalt

(Landkreise, Städte, Katastrophenschutz, Leitstellen, FTZ, BF, FFw)
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LANDESEINRICHTUNGEN

Landesfeuerwehrmuseum Stendal

IBK - Institut für Brand- und Katastrophenschutz Heyrothsberge

Vormals (bis 2011) Brand- und Katastrophenschutzschule  Heyrothsberge

Chronik der Fachschule 

Am 22.Mai 1938 wurde in Heyrothsberge die bis heute bestehende Feuerwehrschule eingeweiht. Ihr erster Name lautete "Feuerwehrschule der Provinz Sachsen". Der erste hier durchgeführte Lehrgang begann am 3. Juli selben Jahres für 40 Amtsbezirk-Feuerwehrführer aus allen Teilen der Provinz Sachsen. Ab dem 5. Oktober 1948 nahm die Schule den Lehrbetrieb als "Landesfeuerwehrschule Sachsen-Anhalt" mit 5 Sachgebieten auf. Am 1.Januar 1950 wurde die HA-F gegründet und in diesem Zuge die Feuerwehrschule mit der Durchführung von Zentrallehrgängen (Kaderlehrgänge) beauftragt. Im selben Jahr kam auch der Befehl zur Unterstellung des Brandschutzes unter die DVP. Folglich erfolgte am 1.August 1950 die Umbenennung in "Zentralschule der Volkspolizei(ZSDVP)". Am 1.Spetember 1954 erfolgte die nächste Umbenennung in"Ausbildungseinheit der F-Heyrothsberge. Der Standort blieb aber bis heute der gleiche. Wieder zu einem 1.August erfolgte 1960 wieder die Vergabe einer neuen Bezeichnung: jetzt "Unterführerschule der Feuerwehr". Danach erfolgte auch die Ausbildung von Kollegen aus dem befreundeten Ausland. Der erste Auszubildende stammte aus Ghana. in den folgenden Jahren erhöhte sich die Bedeutung der Schuleinrichtung national, wie auch international stetig. Dies wirkte sich natürlich auf die Benennung aus. Am 1.Januar 1963 wurde ihr der Status "Zentrale Lehranstalt des MdI" verliehen. Mitte 1965 kam auf Befehl 4/65 der Name "Spezialschule des MdI-Feuerwehr. Verleihen wurde 1967 der Status und Name "Fachschule". Nachdem Techniker Studiengänge angeboten wurden kommen jetzt Ingenieurstudiengänge in der Fachrichtung BS hinzu. Dabei wird eng mit der Technischen hochschule "Otto v. Guericke" in Magdeburg zusammengearbeitet. Ein großer Tag für die Fachschule war der 8.Oktober 1971 . Anlässlich des 22. Jahrestages der Gründung der DDR wurde bei militärischen zeremoniell der Ehrenname "Hermann Matern" verliehen. 1983 wurde für den Kampfsport ein heute leider nicht mehr existierendes Trainingsgebäude mit zwei 100m Bahnen und einem Steigerturm eröffnet. Ideal für Sturmbahn und Hakenleiter Wettkampfvorbereitungen. Der hohe und moderne Stand der Technik zeigte sich auch 1985 mit der Einführung des ersten Computer. Nach drastischen Veränderungen wird die Schule nach einer zwischenzeitlichen Umbenennung im Februar, am 1.Mai 1990 in "Fachschule der Feuerwehr Heyrothsberge" umbenannt. Dieser Name hat bis zum 16. Oktober 1991 bestand, der Minister des neuen Bundesland Sachsen-Anhalt vergibt den Name "Brand-und Katastrophenschutzschule Heyrothsberge", welcher bis 2011 getragen wurde. Am gleichen Tag wird auch der erste Direktor, Dr.-Ing. Peter Ladewig in sein Amt eingeführt. Er leitete die BKS bis 1999 und übernahm nachfolgend das Amt des Landesbranddirektors. Auf Ihn folgte in vielerlei Hinsicht der Ltd. BD Hubert Lux. H. Lux war seit 1985 an der Fachschule tätigt und blieb bis 2011 deren Direktor. Mit der Verabschiedung von DR.Ing. Peter Ladewig als LBD, folgte H.Lux ihm auf sein Amt als LBD. Die BKS wurde zum 1. Januar 2012 in "IBK" Institut für Brand-und Katastrophenschutz Heyrothsberge" umbenannt und neuer Direktor bis heute wurde BrOR Frank Mehr. Zum 1. Januar 2014 erfolgte eine weitere umfassende Profiländerung des IBK. Das bis dahin selbstständige IdF wurde integriert. Bis heute hat diese Verbindung bestand. Das IBK ist heute auf die BI, BIII und BIV Ausbildung spezialisiert, sowie auf die FüLG 3 (im Rahmen des BRef) und die Gefahrgutausbildung.

IdF - Institut der Feuerwehr des Landes Sachsen-Anhalt Heyrothsberge (bis 2013)

Am 11.November 1967 wurde das IdF in Heyrothsberge auf Befehl der HA/F gegründet. In diesem wurden und werden Versuche, Berechnungen und Analysen im bereich der Brandschutzforschung vorgenommen. Hier fanden bspw. große Feldversuche zum Pistolenstrahlrohr nach TGL, zur Gasbrandbekämpfung mittels Abgaslöschfahrzeugen und zum Einsatz von Leichtschaum statt. Heute werden Forschungsvorhaben auf Beschluss der IMK übernommen, die Fachinformationsstelle / Fachbibliothek Brandschutz und das MOBLAB (während der Geschäftszeiten) auch einsatzmäßig betrieben. Das IdF ist seit dem 1.Januar 2014 in das IBK integriert wurden. Es umfasst aktuell nur noch zwei von ehemals drei Fachbereichen: Chemie der Gafahrenabwehr und Physik das Brand - und Löschprozesses. Zusammen mit der Otto v. Guericke Universität wird der Studiengang "Sicherheit und Gefahrenabwehr" angeboten. In einem Versuchsgebäude, Brandversuchsanlagen und dem Brandhaus werden die praktischen Forschungen, insbesondere zu Wassernebellöschverfahren und PSA betrieben. Mit dem Einsatzfahrzeug MOBLAB (MObilesBrandtechnischesLABor) war es seit der Indienststellung 1995 bereits lange vor der Einführung von ATF Strukturen möglich mobil, vor Ort Laboruntersuchungen durchzuführen. So unter anderem 1996 in Schönebeck.

IdF: Katastrophen- und Bevölkerungsschutz

ATF 2002 bis 2013

Die Analytische Task Force (ATF) ist eine Einheit des Bundes, welche vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) getragen wird. Die Leistungserbringer stellen das notwendige Fachpersonal. Standorte sind die BF Hamburg, Dortmund, Mannheim, Köln, München und das LKA Berlin. Von 2002 bis 2013 war auch das IdF Heyrothsberge ein ATF Standort, welcher von 2002 bis 2006 sogar zu den Pilotstandorten zählte. Aufgrund anhaltender Schwierigkeiten bei der personellen Besetzung der ATF wurde der Standort 2013 aufgelöst und die Einheit im September 2014 bei der BF Leipzig stationiert. Die Einsatzbereiche umfassen 200 Km Umkreise. Die Einsatzzahlen umfassen ca. 180 pro Jahr (alle Einheiten zusammen).

Ausstattung

Die ATF umfasste Einsatzkräfte des IdF, welche im besonderen Maße spezialisiert auf  C-RN Gefahrenlagen sind und auch über das notwendige Spezialgerät zum Messen und Spüren verfügen.

Fahrzeugtechnisch umfasste die Einheit einen ELW 1, einen ErkKw und das MOBLAB.

Altmarkkreis - Salzwedel

Landkreis Anhalt-Bitterfeld

 

Landkreis Börde

Burgenlandkreis

Kreisfreie Stadt Dessau-Roßlau

Kreisfreie Stadt Halle/Saale

Landkreis Harz

Landkreis Jerichower Land

Saalekreis

Landkreis Wittenberg